Solidarische Landwirtschaft auf dem BIO HOF BRINKMANN

Ein Zukunftsprojekt.

Ab 2022 bieten wir euch an, Mitglied der solidarischen Landwirtschaft bei uns auf dem Hof zu werden.

Natürlich stellen wir uns immer wieder die Frage: Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt? Die Solidarische Landwirtschaft hat darauf eine Antwort, denn die Lebensmittel werden bei dieser Strategie nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von euch als Verbraucher mit organisiert und finanziert wird.

Eine Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl, entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beides sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

Unser Solawi-Newsletter.

Du interessierst Dich für die Solidarische Landwirtschaft bei uns auf dem Hof? Das freut uns sehr!

Gerne versorgen wir Dich regelmäßig mit Neuigkeiten zu genau diesem Projekt. Lass uns dazu einfach Deinen Namen und Deine E-Mailadresse da. So erfährst Du, wie es weiter geht und auch wann wir uns das erste Mal in der Runde der Interessenten treffen.

Schön, dass Du dabei bist!

Geteilte Verantwortung – geteilte Ernte.

Konkret handelt es sich um einen Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Betrieben oder Gärtnereien mit einer Gruppe privater Haushalte.

Erzeuger und Verbraucher bilden eine Wirtschaftsgemeinschaft, welche auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist und die natürliche Mitwelt berücksichtigt.

Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung verpflichtet sich diese Gruppe, jährlich im Voraus einen festgesetzten (meist monatlichen) Betrag an den Solawi-Betrieb zu zahlen.

Hierdurch wird dem Erzeuger ermöglicht, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, den Boden fruchtbar zu erhalten und bedürfnisorientiert zu wirtschaften.

Die Abnehmenden erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse wie (wenn gewünscht) Brot und Aufstriche. Der persönliche Bezug macht die gegenseitige Verantwortung bewusst. Die Verbraucher erleben, wie ihre Ernährungsentscheidung die Kulturlandschaft gestaltet, soziales Miteinander, Naturschutz und (Arten-)Vielfalt ermöglicht und so eine zukunftsfähige Landwirtschaft stattfinden kann.

Wesentlich ist, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

Unsere Vision: eine Marktgärtnerei.

Diese solidarische Landwirtschaft soll nach den Prinzipien eines Market Gardens entstehen:
In einer Marktgärtnerei lässt sich mit einfachen Techniken und auf kleinster Fläche effizient Gemüse von hoher Qualität erzeugen.

Die Grundlage dieser Methode sind permanente Beete mit dichter und möglichst kontinuierlicher Bepflanzung mit weiten Fruchtfolgen.

Anwendung bodenschonender und bodenaufbauender, regenerativer Methoden, die die Bodenstruktur verbessern und das Bodenleben fördern: Untersaaten, Zwischenfrüchte, Handarbeit mit speziellen Gartenwerkzeugen, Einsatz von hochwertigem Kompost usw.

Der Einsatz dieser Methoden lässt eine dem Klimawandel angepasste Bewirtschaftung zu. Zum Beispiel kann der Boden Wasser besser speichern und auch Starkregen besser verkraften.

Unsere Vision.

Gestaltung eines bunten, vielfältigen Market Gardens in unmittelbarer Hof-Nähe mit

  • Gemüsebeeten
  • Obstbäumen
  • Beerensträuchern
  • Kräuterbeeten
  • Wildkräutern
  • Wildgehölzen
  • Biotop- und Wasser-Elementen
  • Blühstreifen- und -bereichen

Ihr als VerbraucherINNEN.

  • erhaltet gute Qualität: frische, vielfältige, saisonale und regionale Nahrungsmittel
  • gewinnt Transparenz: ihr wisst, wo und wie die Nahrungsmittel angebaut werden, wer sie anbaut und zu welchen Kosten dies geschieht
  • fördert regionale Nachhaltigkeit: Aufbau ökonomischer Strukturen, durch die eine lebendige lokale Landwirtschaft gestärkt wird
  • bekommt Zugang zu Erfahrungsräumen und Bildung: die Möglichkeit, Wissen über den Anbau und die Herstellung von Lebensmitteln und über die Pflege der Erde zu erwerben

Unsere GärtnerINNEN.

  • erhalten Planungssicherheit und die Möglichkeit der Unterstützung durch eine Gemeinschaft
  • teilen das Risiko, das die landwirtschaftliche Produktion mit sich bringt (z.B. schlechte Ernte auf Grund von Witterungsbedingungen)
  • erhalten ein gesichertes Einkommen und somit die Möglichkeit, sich einer gesunden Form der Landwirtschaft zu widmen
  • erhalten einen größeren Gestaltungsspielraum für ihre Arbeit: z.B. die Anwendung von einer guten landwirtschaftlichen Praxis, die unter marktwirtschaftlichen Sachzwängen nicht immer möglich ist; experimentelle Anbauformen, Förderung der Bodenfruchtbarkeit, Anbau samenfester Sorten
  • gewinnen mehr Freude an der Arbeit, da sie wissen, für wen sie die Lebensmittel anbauen
  • erleben mehr Mitbestimmungsmöglichkeit ihres Arbeitsalltags: Arbeitsstrukturen, die mehr Freizeit und Urlaub ermöglichen als sonst in dieser Branche üblich ist.

Der BIO HOF BRINKMANN.

  • ist geschützt vor Veränderungen des Marktes
  • kann Produkte verwerten, die normalerweise auf Grund von Marktnormen im Müll landen würden. Durch Solawi wird bei den Verbraucher*innen ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen und somit werden weitaus weniger Lebensmittel weggeworfen
  • kann eine größere Vielfalt (z.B. seltene Gemüsesorten, Wildkräuter, Wildgehölze) anbieten

Unsere Region.

  • kann durch die Vielfalt in der Landwirtschaft ein Ort mit höherer Lebensqualität werden
  • weitere Projekte können durch das Zusammentreffen der vielfältigen Fähigkeiten der VerbraucherInnen entstehen (z.B. Tauschringe, Nachbarschaftscafés, Einmachtreffen usw…)
  • erfährt einen ökonomischen Impuls, da die Wertschöpfung zunehmend in der Region bleibt
  • kann von Bildungsangeboten für die umliegenden Kindergärten und Schulen profitieren

Die Rahmenbedingungen für einen Start in 2022.

Wir haben: eine Fläche, erste Kräuter, Sträucher, Wildgehölze, grundlegendes Know-how, erste Werkzeuge, Gebäude für die Aufbereitung und Lagerung des Ernteguts, eine Außenküche für gemeinsame Workshops, Platz für Gemeinschafts-Veranstaltungen.

Für einen guten und soliden Start in 2022 brauchen wir noch:

  • Um die 100 Anteilsnehmer – erzählt es also weiter, damit wir genügend Menschen erreichen!
  • Eine Gärtnerin/einen Gärtner oder auch zwei, die sich eine Stelle teilen
  • Startkapital für die weitere Ausrüstung (Werkzeuge, Zäune, Folientunnel uw.)
  • Kann über eine Einlage der Mitglieder finanziert werden oder als Crowd-Funding …

Nächste Schritte.

  • Sammeln von Interessenten.
  • Weitere Informationsveranstaltungen.
  • Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft.
  • Erhebung der Bedarfe und Bedürfnisse der Mitglieder.
  • Erstellung eines ersten Anbauplans.
  • Erstellung eines ersten Finanzplans.
  • Personalsuche und Einstellen eines Gärtners.
  • Vorbereitung der Fläche (Einzäunen, Sträucher pflanzen, Kräuterstreifen pflanzen, Kompostmieten anlegen, …)

Veranstaltungen und Termine.

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INFO: Wir suchen auch Gastronomen, die Interesse an einer Mitgliedschaft und damit an frischem, nicht ganz gewöhnlichem Gemüse, essbaren Blüten und Wildkräutern haben. Nehmt einfach Kontakt zu uns auf und wir schauen, wie wir die Mitgliedschaft für Euch gestalten können.

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