Solidarische Landwirtschaft ACKERVIELFALT auf dem BIO HOF BRINKMANN

Seit ihrer Gründung im Mai 2022 engagiert sich die SoLaWi Ackervielfalt für eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt und bewahrt. Wir sind Mitglied im bundesweiten Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und damit Teil einer breiten Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Agrarwende voranzubringen.

Wir blicken auf eine erfolgreiche 2. Saison zurück. Auf dem Acker hat sich in diesem Jahr viel getan: Unsere Gärtnerin Angela hat – unterstützt von engagierten SoLaWi -Mitgliedern – viele neue Beete angelegt, so dass wir trotz einiger wetterbedingter Rückschläge eine große Vielfalt an Gemüse, Salat und Kräutern ernten konnten.

Neben der Ernte hat sich auch unsere Gemeinschaft weiterentwickelt. Die kleineren und größeren Arbeitseinsätze, die Ackerfeste, der Klönschnack, Yoga auf dem Acker – das waren Gelegenheiten sich kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen über gärtnerische Themen und vieles mehr.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Mitglied in unserer Solawi zu werden, um in der neuen Saison 2024 dabei zu sein. Entweder nur als Fördermitglied, wenn Ihr keinen Ernteanteil beziehen möchtet – aber natürlich auch als Ernteteiler. Egal ob fördernd oder ernteteilend – wir freuen uns, wenn Ihr unsere bunte Gemeinschaft bereichert.

Video: Die Solawi Ackervielfalt stellt sich in 160 Sekunden vor.

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Du interessierst Dich für die Solidarische Landwirtschaft bei uns auf dem Hof? Das freut uns sehr!

Gerne versorgen wir Dich regelmäßig mit Neuigkeiten zu genau diesem Projekt. Lass uns dazu einfach Deinen Namen und Deine E-Mailadresse da. So erfährst Du, wie es weiter geht und auch wann wir uns das erste Mal in der Runde der Interessent*innen treffen.

Schön, dass Du dabei bist!

Vorteile durch Anbindung an den Biohof Brinkmann.

Das genossenschaftliche Prinzip: 

Geteilte Verantwortung – geteilte Ernte.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine Solidarische Landwirtschaft zu organisieren. Unsere Solawi führen wir als Genossenschaft. Wer Mitglied werden möchte, erwirbt mindestens 2 Genossenschaftsanteile (1 Anteil = 100 €). Mit diesen Anteilen konnten wir die gleich nach der Gründung der Solawi anfallenden Kosten (Ackergeräte, Saatgut, Gebühren etc.) finanzieren. Der laufende Betrieb wird über die Ernteanteile beglichen, wobei unsere Mitglieder zwischen einem halben und einem ganzen Ernteanteil (reicht für 2 Erwachsene und 1 Kind) wählen können. Ernteausgabe ist das ganz Jahr über einmal pro Woche, in der Regel donnerstags von 16-20 Uhr.

Wesentlich ist, dass auf diese Weise die Mitglieder der Solawi die Abnahme der Erzeugnisse garantieren und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vorfinanzieren. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Schaut man z.B. auf die aktuelle politische Situation – steigende Energiepreise aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine -, so bedeutet dies, dass etwaige Mehrkosten gemeinsam von der Gruppe getragen würden, statt einen einzelnen bäuerlichen Erzeuger mit dem Problem allein zu lassen.

Das genossenschaftliche Prinzip beinhaltet darüber hinaus die Mitsprache der Genossenschaftsmitglieder bei allen (land)-wirtschaftlichen Entscheidungen. In der mindestens einmal im Jahr stattfindenden Generalversammlung kann man seine Vorstellungen und Wünsche einbringen und natürlich ist es auch zwischendurch jederzeit möglich, seine Anliegen an den gewählten Vorstand bzw. Aufsichtsrat zu adressieren.

Die persönliche Mitwirkung der Genossenschaftsmitglieder bei der Feldarbeit, aber auch bei allen Entscheidungen rund um den Acker, die Ernte und die Finanzierung macht die gegenseitige Verantwortung bewusst. Die Genossenschaftsmitglieder, die eigentlich gleichzeitig Verbraucher*innen und – abgesehen von der professionellen gärtnerischen Tätigkeit – auch Erzeugerinnen sind, erleben, wie ihre Ernährungsentscheidung die Kulturlandschaft gestaltet, soziales Miteinander, Naturschutz und (Arten-)Vielfalt ermöglicht und so eine zukunftsfähige Landwirtschaft entsteht.

SoLaWi als Marktgärtnerei

In unserer solidarischen Landwirtschaft arbeiten wir nach den Prinzipien eines Market Gardens: In einer Marktgärtnerei lässt sich mit einfachen Techniken und auf kleinster Fläche effizient Gemüse von hoher Qualität erzeugen. Die Grundlage dieser Methode sind permanente Beete mit dichter und möglichst kontinuierlicher Bepflanzung mit weiten Fruchtfolgen, außerdem die Anwendung bodenschonender und bodenaufbauender regenerativer Methoden, die die Bodenstruktur verbessern und das Bodenleben fördern: Untersaaten, Zwischenfrüchte, Handarbeit mit speziellen Gartenwerkzeugen, Einsatz von hochwertigem Kompost usw.

Der Einsatz dieser Methoden lässt eine dem Klimawandel angepasste Bewirtschaftung zu. Zum Beispiel kann der Boden Wasser besser speichern und auch Starkregen besser verkraften.

Das SoLaWi-Prinzip: kooperativ – ökologisch – krisenfest

Unterstützung der Agrarwende

Neben den unmittelbaren Vorteilen, die ihr mit der Mitgliedschaft finanziert, nämlich wöchentlich hochwertiges superfrisches Gemüse zu erhalten, unterstützt ihr eine gesellschaftliche Bewegung, die sich die Erhaltung der natürlichen Lebensressourcen, die Sicherung bäuerlichen Lebens und die Erzeugung gesunder nachhaltig produzierter Lebensmittel zum Ziel setzt.

Die Idee der geteilten Verantwortung zwischen Konsumierenden und Produzierenden in der Landwirtschaft ist Teil der aktuellen Ernährungswende. Die SoLaWi – Bewegung reagiert auf die Krise der konventionellen EU-subventionierten Landwirtschaft und gibt agrar-ökonomische und ökologische Antworten auf die drängenden Probleme der Klimakrise.

Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt und bewahrt? Die Solidarische Landwirtschaft hat darauf eine Antwort, denn die Lebensmittel werden bei dieser Wirtschaftsform nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von Euch als Verbraucher mit organisiert und finanziert wird.

Wirtschaften ohne Preise

Die marktorientierte betriebswirtschaftliche Realität auf dem Lebensmittelmarkt ist von internationaler Konkurrenz geprägt und wird durch die EU-Subventionslogik noch verstärkt. Solidarische Initiativen sind sich einig, dass das Postulat des „Wachse oder Weiche“ in der Landwirtschaft unterbrochen werden muss. Kleinbäuerliche, regionale Produktion muss wieder in den Fokus rücken. Dabei wird auch der zentralen Planwirtschaft eine Absage erteilt – zugunsten transparenter und regionaler Strukturen

Regional ausgerichtet und klimagerecht

Mit Blick auf unsere Ernährung zeigt sich, dass SoLaWis den aktuellen Krisen Stand halten können. Ökologischen Herausforderungen wie Trockenheit begegnen sie mit nachhaltiger Bewirtschaftung, die die natürlichen Ressourcen schont und humusaufbauend wirkt, statt auszulaugen. Einige Höfe betreiben Agroforst-Systeme, bauen vergessene Feldfrüchte an oder züchten alte Tierrassen und wirken so zugunsten des Erhalts der Artenvielfalt.

Durch die Regionalität sind die Wege kurz, die Logistik ist massiv reduziert, und im Verhältnis zum Kauf im Supermarkt sind die Kühlketten kurz, es wird viel Verpackungsmüll vermieden. Lebensmittelverschwendung gibt es in SoLaWis praktisch nicht. Die Abhängigkeit von Petrochemie ist im Vergleich mit anderen Anbaumethoden eher gering, da in der Regel auf Pestizide und Kunstdünger verzichtet wird.

Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Wer noch mehr über das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft erfahren möchte, kann sich auf der Homepage des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft e.V. informieren. Dort sind aktuell in ganz Deutschland etwa 500 bestehende oder in Gründung befindliche SoLaWis gelistet: www.solidarische-landwirtschaft.org oder www.ernte-teilen.org.

Unsere Vision.

Gestaltung eines bunten, vielfältigen Market Gardens in unmittelbarer Hof-Nähe mit

  • Gemüsebeeten
  • Obstbäumen
  • Beerensträuchern
  • Kräuterbeeten
  • Wildkräutern
  • Wildgehölzen
  • Biotop- und Wasser-Elementen
  • Blühstreifen- und -bereichen

Ihr als Genossenschaftsmitglieder.

  • erhaltet gute Qualität: frische, vielfältige, saisonale und regionale Nahrungsmittel
  • gewinnt Transparenz: ihr wisst, wo und wie die Nahrungsmittel angebaut werden, wer sie anbaut und zu welchen Kosten dies geschieht
  • fördert regionale Nachhaltigkeit: Aufbau ökonomischer Strukturen, durch die eine lebendige lokale Landwirtschaft gestärkt wird
  • bekommt Zugang zu Erfahrungsräumen und Bildung: die Möglichkeit, Wissen über den Anbau und die Herstellung von Lebensmitteln und über die Pflege der Erde zu erwerben

Unsere Gärtner*innen.

  • erhalten Planungssicherheit und die Möglichkeit der Unterstützung durch eine Gemeinschaft
  • teilen das Risiko, das die landwirtschaftliche Produktion mit sich bringt (z. B. schlechte Ernte auf Grund von Witterungsbedingungen)
  • erhalten ein gesichertes Einkommen und somit die Möglichkeit, sich einer gesunden Form der Landwirtschaft zu widmen
  • erhalten einen größeren Gestaltungsspielraum für ihre Arbeit: z. B. die Anwendung einer guten landwirtschaftlichen Praxis, die unter marktwirtschaftlichen Sachzwängen nicht immer möglich ist; experimentelle Anbauformen, Förderung der Bodenfruchtbarkeit, Anbau samenfester Sorten
  • gewinnen mehr Freude an der Arbeit, da sie wissen, für wen sie die Lebensmittel anbauen
  • erleben mehr Mitbestimmungsmöglichkeit ihres Arbeitsalltags: Arbeitsstrukturen, die mehr Freizeit und Urlaub ermöglichen, als sonst in dieser Branche üblich ist.

Der BIO HOF BRINKMANN.

  • ist geschützt vor Veränderungen des Marktes
  • kann Produkte verwerten, die normalerweise auf Grund von Marktnormen im Müll landen würden. Durch die Solawi wird bei den Verbraucher*innen ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen und somit werden weitaus weniger Lebensmittel weggeworfen
  • kann eine größere Vielfalt (z. B. seltene Gemüsesorten, Wildkräuter, Wildgehölze) anbieten

Unsere Region.

  • kann durch die Vielfalt in der Landwirtschaft ein Ort mit höherer Lebensqualität werden
  • entwickelt sich, indem weitere Projekte durch das Zusammentreffen der vielfältigen Fähigkeiten der VerbraucherInnen entstehen (z. B. Tauschringe, Nachbarschaftscafés, Einmachtreffen usw…)
  • erfährt einen ökonomischen Impuls, da die Wertschöpfung in der Region bleibt
  • kann von Bildungsangeboten für die umliegenden Kindergärten und Schulen profitieren

FAQ

Solidarische Landwirtschaft – Eure Fragen.

Ihr habt noch Fragen zur Solidarischen Landwirtschaft? Schaut jetzt in unserem FAQ-Bereich vorbei.


Veranstaltungen und Termine.

Zur Zeit sind keine Veranstaltungen geplant.

INFO: Wir suchen auch Gastronomen, die Interesse an einer Mitgliedschaft und damit an frischem, nicht ganz gewöhnlichem Gemüse, essbaren Blüten und Wildkräutern haben. Nehmt einfach Kontakt zu uns auf und wir schauen, wie wir die Mitgliedschaft für Euch gestalten können.

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